Mint
Pipeline-Architektur

Der 90-Tage-Fahrplan zur planbaren Pipeline

Du hast ein Marketing-Team, aber kein System dahinter. Der Aufbau in drei Phasen: Kompass, Motor, Cockpit. Und was nach 30, 60 und 90 Tagen konkret vorliegt.

Mario Schäfer12 Min. Lesezeit

Dein Produkt funktioniert. Gewachsen bist du über Empfehlungen, über deinen eigenen Namen und über einen Vertrieb, den du im Wesentlichen selbst gemacht hast. Fürs nächste Jahr steht ein Umsatzziel, das zweistelliges Wachstum verlangt. Vielleicht hast du sogar schon ein Marketing-Team: eine Marketingleitung und eine Werkstudentin, vielleicht auch zwei oder drei Spezialisten.

Was du nicht hast, ist ein System.

Was du hast, ist Aktivität. Das Marketing reagiert, statt zu planen, und niemand im Haus kann sagen, was davon auf den Umsatz einzahlt. Diesen Monat dreht sich alles um eine Messe. Nächsten Monat kommt die Panik, dass LinkedIn nicht funktioniert. Im Monat darauf holt ihr eine Agentur für Ads, weil die Pipeline leer ist.

Es gibt keinen roten Faden. Nichts verbindet euer Umsatzziel mit dem, was das Team montags tut.

Die beiden üblichen Fluchtwege

Wer in dieser Lage steckt, greift fast immer zu einer von zwei Lösungen.

Die Agenturfalle. Du holst eine Performance-Agentur, die den Hahn aufdrehen soll. Drei Monate lang sieht das gut aus. Dann steigen die Kosten pro Lead, die Qualität fällt, und irgendwann fällt der Satz, der alles erklärt: Du mietest Wachstum, du besitzt es nicht.

Die Einhornjagd. Du suchst eine Person, die gleichzeitig schreiben, Ads steuern, gestalten und Strategie entwickeln kann. Diese Person gibt es nicht, und die wenigen, die nah dran sind, sagen bei dir ab.

Weder ist dein Team unfähig noch sind Agenturen grundsätzlich schlecht. Das Problem sitzt eine Ebene tiefer: Du fährst einen Rennmotor in einem Rahmen, der für Sonntagsausfahrten gebaut wurde. Je mehr Leistung du draufgibst, desto deutlicher wird, dass der Rahmen nicht dafür gemacht ist.

Was fehlt, sind nicht kreativere Ideen und auch nicht mehr Leads. Was fehlt, ist die Struktur darunter.

Das Modell: drei Bauteile, keine Liste

In den meisten Firmen ist Marketing eine To-do-Liste, die von oben nach unten abgearbeitet wird: Artikel schreiben, auf LinkedIn posten, Newsletter rausschicken, Lead bekommen.

Ein System, das trägt, ist keine Liste, sondern ein Kreislauf aus drei Bauteilen:

  1. Der Kompass. Wen ihr ansprecht und welches Problem ihr löst. Ohne ihn nützt Tempo nichts, weil ihr schnell in die falsche Richtung lauft.
  2. Der Motor. Die Playbooks, Vorlagen und Abläufe, mit denen dein Team liefert, ohne dass du daneben stehst.
  3. Das Cockpit. Die Zahlen, an denen du siehst, was tatsächlich wirkt. Reichweite gehört nicht dazu, weil sie keine Entscheidung verändert.

In 90 Tagen verbesserst du nicht dein Marketing. Du baust diese drei Teile ein, und zwar so, dass sie danach dort bleiben.

Phase 1, Tag 1 bis 30: der Kompass

Der teuerste Fehler im B2B-Marketing ist eine unscharfe Positionierung. Sie entsteht schleichend: Der Vertrieb verkauft eine Sache, die Website behauptet eine zweite, das Produkt baut eine dritte.

  • Der Vertrieb sagt: Wir bieten eine maßgeschneiderte Lösung für Effizienz in der Logistik.
  • Das Marketing sagt: Wir sind der führende Anbieter für Supply-Chain-Software mit KI.
  • Der Markt hört: Rauschen.

Wer auf dieser Grundlage Ads schaltet, bezahlt Geld dafür, dass mehr Leute nicht verstehen, was er verkauft. Bevor eine einzige Zeile Text entsteht, braucht ihr deshalb eine belastbare Grundlage. Warum das ein System ist und kein Workshop, steht in Positionierung ist ein System.

Schritt 1: Die ehrliche Bestandsaufnahme

Vier Wochen lang kommt nichts Neues dazu. In dieser Zeit schaust du nicht in den Ad Account, sondern auf die Logik des Geschäfts.

Das CRM. Geh die Verlustgründe der letzten zwölf Monate durch. Passten die Leads nicht? Waren die Firmen zu klein? Oder sind die Leute einfach verschwunden? Wenn 90 Prozent der MQLs nie zu einer Opportunity werden, verbrennt dein Marketing Budget, und dein Vertrieb weiß das längst.

Der Content. Nimm die letzten 20 Beiträge. Haben sie dem Käufer etwas beigebracht, oder haben sie über eure Features geredet? Wenn am Ende alles darauf hinausläuft, wie gut ihr seid, entsteht kein Vertrauen, sondern Rauschen.

Das Messaging. Der Drei-Sekunden-Test auf der Startseite: Kann jemand, der euch nicht kennt, in drei Sekunden sagen, welches Problem ihr löst? Wenn nicht, steht der erste Reparaturauftrag fest.

Schritt 2: Drei Leute, dieselbe Frage

Hier werden die Risse sichtbar. Führe getrennte Gespräche mit Geschäftsführung, Vertriebsleitung und Marketingleitung. Dieselben drei Fragen an alle:

  1. Beschreib unseren ICP in einem Satz.
  2. Woran verlieren wir Deals am häufigsten?
  3. Wann genau ist ein Lead qualifiziert?

In den meisten Unternehmen bekommst du drei verschiedene Antworten.

  • Geschäftsführung: Große Logistiker.
  • Marketing: Alles in der Logistik ab 50 Mitarbeitenden.
  • Vertrieb: Die Logistikleitung in Firmen ab 50 Mio. Umsatz, die SAP im Einsatz haben.

Genau deshalb ist deine Pipeline nicht planbar. Das Marketing füllt oben etwas ein, für das der Vertrieb unten gar nicht aufgestellt ist.

Der Fix: Du legst die drei Antworten so lange nebeneinander, bis am Ende ein einziges Dokument steht. Darin: der ICP, die Trigger, an denen ihr erkennt, dass eine Firma gerade jetzt relevant ist, und die konkreten Kriterien dafür, ab wann ein Lead ein MQL und ab wann er ein SQL ist. Der Unterschied zwischen einer breiten Zielgruppe und einem scharfen ICP ist dabei ein operativer, kein sprachlicher.

Schritt 3: Das Messaging

Steht fest, wen ihr ansprecht, legst du fest, was ihr sagt. Jargon fliegt raus. Keine ganzheitlichen Lösungen, keine innovationsgetriebenen Partner auf Augenhöhe. Es bleiben drei Fragen: Was tut dem Kunden weh, was gewinnt er, und welche Aufgabe will er eigentlich erledigt haben?

  • Alter Weg, neuer Weg. Wie der Kunde das Problem heute löst, woran er dabei scheitert, und was sich mit euch ändert.
  • Eine eigene Botschaft pro Person am Tisch. Die Finanzseite interessiert, was das kostet und was es spart. Die IT interessiert Integration und Sicherheit. Beide sitzen im selben Termin und brauchen einen anderen Satz. Wie du das sauber ableitest, steht in Die Messaging-Lücke.
  • Der Anti-Pitch. Für wen seid ihr ausdrücklich nicht die richtige Wahl? Kaum etwas erzeugt im Erstgespräch so schnell Glaubwürdigkeit wie eine ehrliche Antwort darauf.

Ergebnis nach 30 Tagen: ein Dokument, auf das sich Geschäftsführung, Vertrieb und Marketing geeinigt haben. Ihr wisst, wen ihr ansprecht und was ihr sagt, und ihr müsst darüber nicht mehr diskutieren.

Phase 2, Tag 31 bis 60: der Motor

Strategie ohne Ausführung ist Theorie. Phase 1 hat die Karte geliefert, Phase 2 baut das Fahrzeug.

Das Ziel heißt Konsistenz. Die meisten Teams arbeiten im Heldenmodus: Eine Person bleibt abends länger, damit der Newsletter rausgeht. Das mag funktionieren, ein System ist es nicht. Ein System läuft unabhängig davon, wer gerade im Büro sitzt.

Schritt 1: Die drei Rollen besetzen

Du brauchst kein Team aus zehn Leuten. Du brauchst drei Funktionen, die abgedeckt sind. In kleinen Teams versucht meistens eine Person, deine Marketingleitung, alle drei gleichzeitig auszufüllen, und genau daran scheitert es.

  1. Strategie. Verantwortet Messaging, Angebot und Zahlen. Entscheidet, was gesagt wird.
  2. Produktion. Macht daraus Assets: Text, Video, Design. Entscheidet, wie es aussieht.
  3. Distribution. Bringt die Assets vor die richtigen Leute, über Ads, LinkedIn oder E-Mail. Entscheidet, wo es landet.

Fehlt eine der drei, deckst du sie über einen Freelancer ab oder verteilst sie im Team neu. Entscheidend ist nur, dass hinter jeder Funktion ein Name steht.

Schritt 2: Der Content-Motor

Die meisten verwechseln Demand Capture mit Demand Generation.

  • Demand Capture holt ab, was schon da ist: Google-Ads, Vergleichsportale, „Demo buchen“. Das erreicht die rund 5 Prozent, die gerade aktiv suchen.
  • Demand Generation erzeugt, was noch nicht da ist: Inhalte für die übrigen 95 Prozent, die heute nicht suchen. Ziel ist, dass ihr die naheliegende Wahl seid, wenn sie irgendwann suchen.

Warum du beide Seiten unterschiedlich messen musst und was passiert, wenn du das nicht tust, steht in Der Dark Funnel. Die 20 häufigsten Detailfragen dazu beantwortet der Demand-Generation-Leitfaden.

Dafür brauchst du nicht zehn Stunden Schreibarbeit pro Woche von der Geschäftsführung. Du brauchst einen Ablauf, der sich jeden Monat wiederholen lässt.

Das Experten-Interview. Einmal im Monat 60 Minuten Aufnahme mit jemandem im Haus, der fachlich tief drin ist. Aus dieser einen Aufnahme entsteht alles Weitere:

  • ein langer Artikel als Anker
  • fünf LinkedIn-Posts aus Ausschnitten und Kernaussagen
  • ein Newsletter an die eigene Liste
  • drei kurze Videos, wenn das Format zu euch passt

Damit das jeden Monat gleich abläuft, braucht das Team Vorlagen und einen dokumentierten Ablauf. Es soll das Format nicht jedes Mal neu erfinden, sondern nur noch füllen.

Schritt 3: Die Distribution

Auf LinkedIn zu posten ist keine Distribution. Das ist posten und hoffen.

  • Inhalte, die keinen Klick verlangen. Was auf der Plattform selbst schon nützlich ist, baut Vertrauen auf und wird von LinkedIn deutlich besser ausgespielt als ein Post, der nur auf einen Link zeigt.
  • Paid als Verstärker, nicht als Verkäufer. Setz das Budget dafür ein, dass deine besten erklärenden Inhalte bei genau den Firmen aus deinem ICP landen. Verkauft wird später.
  • Die Follow-up-Strecke. Was passiert, nachdem jemand etwas heruntergeladen hat? Keine Dankesmail und danach Funkstille, sondern fünf Schritte, die nachlegen und die üblichen Einwände vorwegnehmen.

Schritt 4: Die Conversion

Wenn Nachfrage entsteht, brauchst du eine Stelle, an der sie sichtbar wird.

  • Die wichtigsten Seiten neu schreiben, mit dem Messaging aus Phase 1. Füllmaterial raus, und zwar konsequent.
  • Ein Angebot, das einen Grund liefert. „Kontakt aufnehmen“ ist keine Aufforderung, sondern ein Formular. Es braucht etwas Konkretes, für das jemand freiwillig die Hand hebt.

Ergebnis nach 60 Tagen: eine Maschine, die läuft. Dein Team hat Playbooks für Produktion, Distribution und Conversion. Es improvisiert nicht mehr, sondern arbeitet einen dokumentierten Ablauf ab.

Phase 3, Tag 61 bis 90: das Cockpit

Der Motor läuft. Jetzt lernst du zu fahren.

Der größte Feind in dieser Phase sind Vanity Metrics. Ein Report über 100.000 Impressionen und 500 Klicks sagt nichts, wenn aus diesen 500 Klicks kein einziger Euro Umsatz geworden ist.

Schritt 1: Das Dashboard, das die Wahrheit zeigt

Monatliche PDF-Reports abschaffen. Stattdessen ein Dashboard, das immer aktuell ist und nur vier Dinge zeigt:

  1. Pipeline Velocity. Wie schnell bewegen sich Deals durch die Stufen?
  2. CAC. Die Kosten pro gewonnenem Kunden, nicht pro Klick.
  3. Conversion von Lead zu Opportunity. Sind die Leads wirklich qualifiziert oder nur zahlreich?
  4. Die Quelle der großen Abschlüsse. Welcher Artikel, welche Kampagne, welcher Kanal?

Wie du das technisch aufsetzt, inklusive sauberer Daten und automatischem Lead Scoring, steht in der 30-Tage-RevOps-Checkliste.

Schritt 2: Der Feedback-Loop

Das ist der wichtigste Termin im ganzen System: Marketing und Vertrieb, alle zwei Wochen, feste Agenda, keine Ausnahmen.

  • Marketing fragt den Vertrieb: Von den zehn Leads der letzten Woche waren drei schlecht. Woran lag es? Was haben die Leute gesagt? An welchem Einwand war Schluss?
  • Der Vertrieb fragt das Marketing: Ich habe einen Interessenten, der beim Preis hängt. Haben wir etwas zur Wirtschaftlichkeit, das ich ihm schicken kann?

Meldet der Vertrieb, dass die Leads am Preis hängen, verschiebt das Marketing das Messaging Richtung Wert. Sieht das Marketing, dass ein Thema besonders gut ankommt, nimmt der Vertrieb genau dieses Thema in die Ansprache.

Die Wand zwischen den Abteilungen fällt. Aus zwei Funktionen wird ein Umsatzteam.

Schritt 3: Die erste Kampagne im neuen System

Ein Auto zu bauen und danach wegzugehen, reicht nicht. Die erste Runde fahrt ihr selbst: Thema aus Phase 1, Assets aus den Vorlagen von Phase 2, Messung im Dashboard aus Phase 3. Danach kennt das Team den Kreislauf nicht nur aus der Dokumentation, sondern aus der Praxis.

Schritt 4: Unabhängigkeit

An Tag 90 kommen die Stützräder ab. Drei Dinge müssen stehen:

  • Jeder Prozess ist dokumentiert, an einem Ort, den alle kennen.
  • CRM, Automatisierungen und Reporting sind sauber und miteinander verbunden.
  • Das Team kann den Unterschied zwischen einer Taktik und einer Richtung benennen.

Ergebnis nach 90 Tagen: Planbarkeit. Ein Dashboard, dem du glauben kannst. Ein Team, das weiß, warum es tut, was es tut. Und ein System, das sich über den Feedback-Loop selbst nachschärft.

Warum deine Marketingleitung das nicht nebenbei baut

Die häufigste Rückfrage an dieser Stelle lautet: Warum kann meine Marketingleitung das nicht einfach selbst machen?

Weil sie ausführt und nicht konstruiert. Das hat nichts mit Können zu tun, sondern mit Auslastung. Sie steckt in der täglichen Produktion: Posts schreiben, Fehler auf der Website beheben, das nächste Event organisieren. Neben diesem Tagesgeschäft eine Infrastruktur zu bauen, dafür fehlt ihr die Zeit und der Abstand. Und in vielen Fällen hat sie schlicht noch nie eine fertige gesehen, an der sie sich orientieren könnte.

Sie zu bitten, das System im laufenden Betrieb aufzubauen, ist ungefähr so, als sollte jemand das Triebwerk während des Flugs tauschen.

Ein dokumentiertes System ersetzt dieses Team nicht, es entlastet es. Gute Leute im Marketing wollen ein System. Sie wollen sehen, dass ihre Arbeit auf Umsatz einzahlt, und sie haben es satt zu raten.

Mieten oder besitzen

Zum Schluss die Rechnung, die die meisten zu spät aufmachen.

Der Agenturvertrag: ein monatlicher Betrag für gemietete Aufmerksamkeit. Was am Ende bei dir liegen bleibt, ist nichts. In dem Moment, in dem du aufhörst zu zahlen, geht das Wissen mit hinaus, die Leads hören auf, und du stehst wieder da, wo du angefangen hast.

Das eigene System: einmaliger Aufwand, danach gehört es dir. Die Strategie, die Playbooks und die Daten liegen bei dir, und das Können sitzt im eigenen Team.

Auf Dauer ist das der einzige Weg, profitabel zu wachsen. Kundengewinnung ist keine Nebensache, die man dauerhaft nach außen gibt. Warum das spätestens bei einer Finanzierungsrunde oder einem Verkauf auf die Bewertung durchschlägt, steht in Mieten oder besitzen.

Hör auf zu raten

Es gibt keinen Trick, mit dem B2B-Wachstum plötzlich funktioniert. Es gibt einen Prozess, Konsistenz und Zahlen, denen man trauen kann.

Und wenn du dich fragst, warum der Umsatz überhaupt stehen geblieben ist, obwohl Produkt und Markt stimmen: Die Wachstumsgrenze nennt die drei Ursachen.

Wenn du auf deine Pipeline schauen willst, ohne dass sich der Magen zusammenzieht, führt der Weg dorthin nicht über einen weiteren Kanal und auch nicht über die nächste Einstellung, sondern über ein System.

Der erste Schritt kostet dich zehn Minuten: Diagnose vor Rezept.

Häufige Fragen

Warum reicht es nicht, einfach mehr Leads zu erzeugen?
Weil mehr Leads ein System belasten, das schon die vorhandenen nicht sauber verarbeitet. Wenn 90 Prozent der MQLs nie beim Vertrieb ankommen oder dort abgelehnt werden, verdoppelt doppeltes Volumen nur die Verschwendung. Erst abdichten, dann füllen.
Was ist der Unterschied zwischen Demand Generation und Demand Capture?
Demand Capture holt die rund 5 Prozent ab, die gerade aktiv suchen, typischerweise über Google-Ads und Vergleichsportale. Demand Generation richtet sich an die übrigen 95 Prozent, die heute nicht suchen. Wer nur abschöpft, konkurriert dauerhaft über den Preis, weil die Entscheidung längst gefallen ist, bevor er überhaupt auftaucht.
Welche drei Rollen braucht ein kleines Marketing-Team?
Strategie, Produktion und Distribution. Die Strategie entscheidet, was gesagt wird, die Produktion, wie es aussieht, die Distribution, wo es landet. Dafür braucht es nicht drei Personen, aber hinter jeder der drei Funktionen muss ein Name stehen. In kleinen Teams versucht meistens eine Person alle drei gleichzeitig, und genau daran scheitert es.
Was gehört in ein Dashboard, das die Wahrheit zeigt?
Vier Zahlen: Pipeline Velocity, CAC statt Kosten pro Klick, die Conversion von Lead zu Opportunity und die Quelle, aus der die großen Abschlüsse kamen. Reichweite und Klicks gehören nicht hinein, weil sich an ihnen keine Entscheidung ändert.
Warum kann mein bestehendes Marketing-Team das nicht einfach selbst bauen?
Weil es ausführt statt zu konstruieren, und das liegt nicht am Können, sondern an der Auslastung. Wer jeden Tag Posts schreibt, Fehler auf der Website behebt und Events organisiert, hat weder die Zeit noch den Abstand, nebenbei die Infrastruktur zu bauen. Das ist, als sollte jemand das Triebwerk während des Flugs tauschen.

Weiterlesen